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Bikerausfahrt – ein Tag, der Menschen verbindet und Erinnerungen schafft

09.05.2026
Bereits zum 21. Mal fand am Wochenende unsere besondere Bikerausfahrt statt – und wieder wurde deutlich, wie viel Zusammenhalt, Freude und Herz auf zwei oder drei Rädern möglich sind.

Rund 80 Motorradfreunde aus Frankfurt und Umgebung machten sich auf den Weg, um Menschen mit Beeinträchtigung einen unvergesslichen Tag zu schenken. Die Teilnehmer kamen unter anderem aus Eisenhüttenstadt, Seelow, Berlin und Strausberg angereist. Schon bei der Ankunft herrschte eine herzliche Atmosphäre. Bereits zum Empfang spielte die Band „Handmade“, die den Tag seit vielen Jahren mit Rockmusik begleitet. Bei Bratwurst, Kartoffelsuppe und Getränken entstanden erste Gespräche, alte Bekanntschaften wurden erneuert und neue Kontakte geknüpft.

Nach und nach wurden die Klienten ihren Fahrern zugeteilt – viele kannten sich bereits aus den vergangenen Jahren. Auch diese Wiedersehen machen die Ausfahrt für viele zu etwas ganz Besonderem. Einer der Biker brachte es treffend auf den Punkt: „Man trifft die Fahrer aus dem letzten Jahr – wie eine Gemeinschaft.“
Im Anschluss folgte die offizielle Begrüßung durch Minister René Wilke, bevor die organisatorischen Details des Tages erläutert wurden. Danach nahmen alle ihre Plätze ein und der beeindruckende Motorradkorso setzte sich in Bewegung. Begleitet wurde die Ausfahrt von der Polizei, die den Konvoi anführte sowie der Feuerwehr, die das Schlussfahrzeug bildete.

Die Route führte über den Stadt-Highway durch die Innenstadt bis zum Rathaus. Dort legte die Gruppe anlässlich des Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigung einen gemeinsamen Stopp ein. Mit Infoständen, Protestplakaten und dem eindrucksvollen Knattern der Motorräder wurde auf die Belange, Herausforderungen und den Wunsch nach mehr Teilhabe aufmerksam gemacht.
Auch Oberbürgermeister Dr. Axel Strasser richtete dankende Worte an alle Beteiligten und würdigte das Engagement der zahlreichen Mitarbeitenden der Wichern Diakonie und der Motorradfreunde, die diesen besonderen Tag möglich machen.

Besonders bewegend war in diesem Jahr die Teilnahme eines jungen Mannes, der vor zwei Jahren bei einem schweren Motorradunfall erblindete und seitdem mit körperlichen Beeinträchtigungen lebt. Eigentlich richtet sich die Tour ausschließlich an Klienten und Bewohner der Wichern Diakonie. Doch als uns seine Anfrage erreichte, war schnell klar: Diesen Wunsch möchten wir erfüllen, insbesondere kurz nach seinem Geburtstag, um ihm noch einmal das Gefühl von Freiheit auf einem Motorrad erleben lassen – ein emotionaler Moment für alle Beteiligten.
Sein Feedback nach der Tour berührte viele: „Es war schön – wie früher und doch anders.“ Ob die Tränen auf seiner Wange vom Fahrtwind kamen oder seine Emotionen widerspiegelten, wusste vermutlich nur er selbst.

Viele der Fahrer engagieren sich seit Jahren für die Ausfahrt. Ihre Motivation beschreiben sie mit einfachen, aber eindrucksvollen Worten: „Man muss nicht viel haben, um viel zurückzugeben.“ Und auch: „Die Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird, macht den Tag so besonders.“

Zurück auf dem Landgut warteten frisch gebackener Kuchen und ein gemeinsamer Ausklang auf alle Beteiligten. Jeder Biker erhielt außerdem als kleines Dankeschön eine eigens angefertigte Biker-Plakette aus der Formstein- und Keramikwerkstatt der Gronenfelder Werkstätten.

Bei bestem Wetter endete eine Ausfahrt, die erneut gezeigt hat, wie wichtig Gemeinschaft, Teilhabe und gegenseitige Wertschätzung sind. Gemeinsam konnten wir Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, Freude schenken und für ein paar Stunden das Gefühl von Freiheit erleben lassen.

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