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„Der Mensch in seiner Vielfalt“ – Kunstausstellung setzt starkes Zeichen für Inklusion und gesellschaftlichen Zusammenhalt

09.06.2026
Ein Projekt zwischen dem OSZ und den Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH
Mit der Kunstausstellung „Der Mensch in seiner Vielfalt“ präsentierten Schülerinnen und Schüler des OSZ Frankfurt (Oder) heute eindrucksvoll ihre Sicht auf Vielfalt, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Entstanden sind die Kunstwerke im Rahmen eines schulischen Projekts. Um die Ausstellung möglichst barrierefrei zugänglich zu machen, wurden die Beschreibungen der Werke in einem Workshop, geleitet von Kerstin Georgi von den Begleitenden Diensten der Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH, übersetzt. Sie führte die Teilnehmenden an das Thema Leichte Sprache heran und unterstützte zudem die Organisation der Veranstaltung. Die Zusammenarbeit entstand im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen dem OSZ und den Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH.

Melanie Eisermann, Klassenleiterin der Sozialassistentinnen und Sozialassistenten und Leiterin der Veranstaltung, zeigte sich mit den Ergebnissen der Schülerinnen und Schüler mehr als zufrieden. Mit sichtbarem Stolz blickte sie auf die entstandenen Werke, das Engagement der jungen Künstlerinnen und Künstler sowie die gelungene Zusammenarbeit mit den Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH, die als langjähriger Praxispartner des Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrums regelmäßig Praktikumsplätze in den Bereichen Sozialassistenz und Heilerziehungspflege anbieten und damit die Ausbildung zahlreicher Schülerinnen und Schüler begleiten.

Die erste Begrüßungsrede hielt Frau Susanne Morgenstern, Geschäftsführerin der Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH. Sie betonte die Bedeutung von Vielfalt und Teilhabe für eine offene Gesellschaft und würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Zudem hob sie hervor, dass die Workshops ein großer Erfolg gewesen seien, und zeigte sich beeindruckt von den entstandenen Kunstwerken.

Im Anschluss sprach René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg. Er machte deutlich, dass Vielfalt aktuell vielerorts unter Druck stehe und deshalb aktiv gestärkt werden müsse. „Gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht dort, wo Menschen bereit sind, Unterschiede wahrzunehmen, Vorurteile abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, so seine Worte an die jungen Menschen.

Besonders persönlich wurde es, als René Wilke von seinem Zivildienst bei Wichern berichtete. Diese Zeit habe seine Sicht auf Menschen mit Beeinträchtigungen nachhaltig verändert. Er habe erfahren, dass ein Leben mit Beeinträchtigung keineswegs weniger glücklich oder erfüllt sein müsse. Vielmehr habe ihn die Begegnung mit den Menschen bereichert und dazu angeregt, die Frage „Was ist eigentlich normal?“ neu zu betrachten.

Die Ausstellung macht deutlich: Jedes Kunstwerk erzählt eine andere Geschichte. Gemeinsam zeigen die Arbeiten, wie vielfältig Menschen sind und wie bereichernd unterschiedliche Perspektiven für das gesellschaftliche Miteinander sein können.

Mit ihrem Projekt haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur kreative Werke geschaffen, sondern auch ein wichtiges Signal gesetzt: Vielfalt braucht Sichtbarkeit, Begegnung und das Engagement aller. Die Ausstellung am OSZ Frankfurt (Oder) gibt diesem Gedanken eindrucksvoll Rückenwind. 

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